Rücken – Das Kreuz mit dem Kreuz

Wirbelsäule und Muskeln stützen Ihren Rumpf und ermöglichen Ihnen den aufrechten Gang. Die Wirbelkörper sind unten größer und stabiler als oben, denn sie haben am meisten Gewicht zu tragen. Die menschliche Wirbelsäule unterteilt sich in fünf Abschnitte.

Halswirbelsäule:
7 Halswirbel (C1-C7, C steht für cervikal)

Brustwirbelsäule:
12 Brustwirbel (Th1-Th12, Th steht für thorakal)

Lendenwirbelsäule:
5 Lendenwirbel (L1-L5, L steht für lumbal)

Kreuzbein:
5 miteinander verschmolzene Kreuzbeinwirbel (S1-S5, S steht für sacral)

Steißbein:
3-5 rudimentäre Steißwirbel (Co1-Co3-5, C steht für Coccyx).

Bild vergrößern

Ihre Wirbelsäule setzt sich somit aus 32 bis 34 Wirbeln zusammen. Diese Wirbel bestehen aus kompakten Wirbelkörpern, an denen die Wirbelbögen sitzen. Ausnahme ist der oberste Wirbel, Atlas genannt, er besitzt nicht den Wirbelkörper. Die Wirbelkörper sind ineinander verbunden. Dadurch entsteht ein Hohlraum, in dem sich das Rückenmark in einer Schutzhaut befindet. Um Stöße beim Laufen abzufedern, befinden sich insgesamt 23 Bandscheiben zwischen den Wirbeln. Ihre Wirbelsäule ist das tragende Knochengerüst Ihres Rumpfes.

Warum haben wir dann Rückenschmerzen? Weil die Wirbelsäule für Überlastung anfällig ist. Diese Anfälligkeit geht auf die Veränderungen zurück, die mit der Entwicklung des aufrechten Ganges einhergingen. Sie ist also gewissermaßen konstruktionsbedingt.

Werfen wir daher einen Blick auf die weiteren Konstruktionselemente neben den Wirbeln, auf Bandscheiben und Muskulatur. Zunächst die Bandscheiben.