Auf die Lage kommt es an

Dieses Kapitel befasst sich mit gesundem Schlafen. Schließlich verbringen wir einen nicht unerheblichen Teil unseres Lebens schlafend.

In dieser Zeit können Sie etwas für Ihren Rücken tun. Nicht nur durch ein gesundes Raumklima von 16 - 18°C, sondern auch durch ein geeignetes Bett. Das ist 20 cm länger als Sie und lässt Ihnen einen Meter Platz in der Breite. Denn Menschen bewegen sich im Schlaf. Die Matratze darf keine Kuhle haben und soll bei Druck leicht nachgeben. Sie sollte daher auf einem Lattenrost liegen. Weiterhin darf das Kopfkissen nicht zu dick sein, es drohen sonst Verspannungen der Nackenmuskulatur. Spezielle Nackenkissen können weiterhelfen.

Damit Sie im Liegen Muskulatur und Wirbelsäule entlasten können, achten Sie auf die richtige Lage. Vermeiden Sie die Bauchlage, denn sie fördert das Hohlkreuz. Legen Sie stattdessen in Rückenlage ein Kissen unter die Knie, das entlastet die Lendenwirbelsäule. Ein Kissen zwischen den Beinen in Seitenlage beugt der Schiefstellung des Beckens vor. Mit einem Stufenbett können Sie sich im Fall akuter Kreuzschmerzen vorerst behelfen. Dabei werden die Unterschenkel mit einer speziellen Stütze hochgelagert. Solche Stützen bekommen Sie im orthopädischen Fachhandel.

Es müssen nicht gleich Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule sein, viele Rückenschmerzen lassen sich auf Verspannungen der Rückenmuskulatur zurückführen. Die Ursachen sind vielfältig. Fehlhaltung, falsches Anheben und Tragen von Lasten, Langes Sitzen oder Verharren in unnatürlicher Haltung, seelische Belastung. Im Arbeitsstress bemerkt man gar nicht, wie man dauerhaft die Schultern hochzieht. Oder wer beachtet schon seine Körperhaltung beim Musizieren?

Wer durch dauerhafte Fehlhaltung seine Muskeln überlastet, gerät in einen Teufelskreis. Die Muskeln verkrampfen und verhärten durch Sauerstoffmangel. Dies führt zu Schmerzen. Um sie abzumildern, werden nun andere Muskelpartien angespannt, die infolgedessen ebenfalls überlastet werden und verhärten. Eine so eingenommene Schonhaltung bringt also keinen Erfolg. Sie führt vielmehr weitere Schmerzen herbei. Um der Schmerzen Herr zu werden, ist eine genaue Ursachenerforschung unerlässlich. Schonhaltungen können von Verletzungen herrühren, indem man verletzte Bereiche entlasten will. Auch Fehlstellungen des Bewegungsapparates (unterschiedlich lange Beine, Beckenschiefstellung) können für Muskelschmerzen und damit einhergehende Schonhaltungen verantwortlich sein.

Lassen Sie es nicht dazu kommen und werden Sie aktiv gegen Rückenschmerzen!